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Entwicklungstrauma hat viele Namen, wie Kindheitstrauma, k-PTBS, DESNOS, ACE, chronisches Trauma und äußert sich z.B. in Depressionen, Angst-, Zwangsstörungen, psychosomatischen Beschwerden, Autoimmunerkrankungen, Bindungsstörungen, AD[H]S, Asperger, …
Um sich davon zu befreien braucht es einen langen Atem und vielfältige Ansätze. Dabei sind 99,9% (Michaela Huber) der Trauma-Arbeit Stabilisierung, Resourcenarbeit und vor allem Selbstwertverbesserung. In der Literatur sind reichlich Übungen dazu beschrieben (z.B. unten); sie sollten sich mit kreativen Leuten in einer engagierten Gruppe in Selbsthilfe umsetzen lassen. Es sind oft sprachliche Übungen, aber auch Achtsamkeits-, Bewegungs- oder Imaginationsübungen. – Dafür möchte ich eine SHG gründen.
Meine Vorstellungen: JedeR in der Gruppe steuert Übungen und Ideen bei. Wir suchen gemeinsam Übungen aus, passen sie an unsere Wünsche und Bedürfnisse an. Es soll also kein Animationsprogramm geben. Alle bringen sich ein und gestalten die Gruppe mit!
Was dort nicht passieren sollte: Erzählung der traumatischen Erlebnisse (Re-Traumatisierung); Trauma-Therapie; Kultivierung der Sympome, Entlastungserzählungen, die die ganze Session füllen.
Vorraussetzungen: (eigene) Dissoziationen erkennen; keine Selbstverletzungen, keine Drogenabhängigkeit; raus aus re-traumatisierendem Umfeld; zudem: entschlossener Wille, klare Ziele, Eigeninitiative, Vertrautheit mit den psychologischen Hintergründen; zeitlich engmaschig (wöchentlich), verbindlich regelmäßige Teilnahme; wünschenswert: Therapie und Gruppenerfahrung.
JedeR ist für sich selbst verantwortlich – alle passen aufeinander auf!
Mit diesen Ideen suche ich Ähnlichgesinnte; wenn es mehrere werden, könnte es eine SHG werden.
Was möchtest Du? Was brauchst Du, wie möchtest Du weiterkommen? Was wünscht Du Dir (noch)?
Welche Übungsbereiche möchtest Du abdecken? Kannst Du Dir Übungen für den Einstieg vorstellen?
Wie hättest Du gerne die Treffen: Struktur, Gruppe?
Wenn Deine Ansichten in etwa die obige Richtung gehen: Skizziere doch einmal Deine Vorstellungen, möglichst konkret, Ideen für die Gruppenarbeit, Gedanken, vor allem zu Aspekten, die hier nicht angesprochen sind; dies erstmal per Email über die BeKoS. Auch bei ersten Unsicherheiten oder Rückfragen bitte über Ele Herschelmann bei der BeKoS, die sie gegebenenfalls weiterleitet.
Würde gerne im Vorfeld, soweit es geht, abstimmen, ob unsere Ansätze zusammenpassen (oder es verschiedene Gruppen braucht). Sicher werden sich Vorstellungen und Bedürfnisse während der Gruppentreffen konkretisieren und verändern, aber ich möchte nicht das erste Jahr damit zubringen grundlegende Ansätze abzugleichen, was mit einem Kommen und Gehen der Mitglieder verbunden wäre.
Also mutig: Kritik, Ergänzungen, Änderungen, Gegenvorschläge, …
Nach bisherigen Erfahrungen scheint es schwierig für Menschen mit diesem Hintergrund sich durchzuringen, Initiative zu übernehmen und konkret Ansichten zu formulieren. Mir geht das ähnlich …
Literatur (zur Orientierung):
Michaela Huber: Trauma und Traumabehandlung – Trauma und die Folgen, Teil 1, Wege der Traumabehandlung, Teil 2; 6. überarb. Aufl. 2020, Jungfermann, Paderborn; UB OL psy 853 CO 8469
Judith L. Herman: Trauma and Recovery, 1997, Basic Books, New York; dt.: Die Narben der Gewalt, 2018, Jungfermann, Paderborn; LB o UB; s.a. StW 'DESNOS', sie hat wohl die Thematik in USA angestoßen
Peter A. Levine: Vom Trauma befreien – Wie Sie seelische und körperliche Blockaden lösen, Kösel Verlag, München; LB: vorh.; 12 Übungen zur Somatic Experience
Peter A. Levine: In an unspoken Voice – How the Body releases Trauma and Restores Goodness, 2010, North Atlantic Books; dt.: Sprache ohne Worte – Wie unser Körper Trauma verarbeitet und uns in die innere Balance zurückführt, 2011, Kösel Verlag, München; LB: 12-6957; s.a. StW 'Somatic Experience‘
Bessel von der Kolk: The Body keeps the Score, 2014, xxx ; UB: psy yyy
dt.: Verkörperter Schrecken – Traumaspuren in Gehirn , Geist und Körper und wie man sie heilen kann, 20.. , Gründer des Trauma-Institutes in NY
David Emerson, Elizabeth Hopper: Overcoming Trauma through Yoga – Reclaiming your Body, 2011, North Atlantic Books, Berkley, California; entstanden am Trauma-Institute in NY in Zusammenarbeit mit von der Kolk
Ellen Fischer: Vagus Yoga, 2025, Gräfe und Unzer Verlag, München, StB Vck1 Fisch, Yoga als Körperwahrnehmung und -beruhigung, nach den Ideen von Emerson u Hopper
James W. Pennebaker: Writing to Heal, 2004, New Harbinger Publications; dt. Heilung durch Schreiben – Ein Arbeitsbuch zur Selbsthilfe, 2.’2019, Hogrefe Verlag, Bern; UB u LB; (Wirksamkeits-)Forscher und Begründer der Methode
Gabor Maté: The Myth of Normal – Trauma, Illness & Healing in a toxic culture, 2022, Avery, Penguin Random House, New York; dt.: Vom Mythos des Normalen – Wie unsere Gesellschaft uns krank macht und traumatisiert – Neue Wege zur Heilung, 2023, Kösel-Verlag, München; LB: Med 110 23-3778 ; s.a. StW 'Compassionate Inquiry'
Pete Walker: Complex PTSD: From Surviving to Thriving, 2014, Azure Coyote,
dt.: Posttraumatische Belastungsstörung – Vom Überleben zu neuem Leben – Ein prakt. Ratgeber zur Überwind. von Kindheitstraumata, 2. Aufl. 2019, Narayana Verlag, Unimedia, Kandern; UB OL psy …
Suzette Boon, K. Steele, O. van der Hardt: Dissoziation; dt.: Traumabedingte Dissoziationen bewältigen, 2013, Jungfermann, Paderborn
Erika J. Chopich, Margret Paul: The Healing your Aloneness Workbook, 2015, Echo Point Books & Media, Brattleboro, Vermont; dt.: erhältlich
David D. Burns: 10 days to self-esteem, 1999, HarperCollins, New York; dt.: …
Friederike Potreck-Rose, Gitta Jacob: Selbstzuwendung, Selbstakzeptanz, Selbstvertrauen – Psy.ther. Interventionen zum Aufbau von Selbstwertgefühl, 7. Aufl. 2012, Klett-Cotta, Stuttgart; LB OL 13-2806
Regina Hiller, Thomas Hensel: ResonaT – Resourcenorientierte Traumatherapie, Kinder und Jugendlichen mit komplexen Traumafolgestörungen helfen, 2017, Vandenhoek & Ruprecht, Göttingen
David Denborough: Retelling the Stories of our Life – Everyday Narrative Therapy to draw Inspiration and transform Experience, 2014, W.W. Norton & Company, New York; dt.: Geschichten des Lebens neu gestalten – Grundlagen und Praxis der narrativen Therapie, 2017, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, Bristol, LB: 17-5061
I..H. Schultz: Das autogene Training – Konzentrative Selbstentspannung – Versuch einer klinisch-praktischen Darstellung; z.B. 1970, Georg Thieme Verlag, Stuttgart; Speziell: Suggestionen in der Oberstufe
Hintergrund ACE und Epigenetik:
Vincent J Felitti: The Relation Between Adverse Childhood Experiences and Adult Health: Turning Gold into Lead, The Permanente Journal/ Winter 2002/ Volume 6 No. 1, p.44-47, https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6220625/pdf/permj-6-1-44.pdf, Einführungsartikel
VJ Felitti, Relationship of Childhood Abuse and Household Dysfunction to Many of the Leading Causes of Death in Adults --The Adverse Childhood Experiences (ACE) Study, Am J Prev Med 1998;14(4), p. 245-258, https://www.ajpmonline.org/action/showPdf?pii=S0749-3797%2898%2900017-8 , 1. Veröffentlichung ACE, anchor article
Iris-Tatjana Kolassa, Katharina Schury: Biological memory of childhood maltreatment – current knowledge and recommendations for future research; Preprint von der Homepage der Uni Ulm, 2012, https://oparu.uni-ulm.de/bitstreams/5300752b-e361-4e02-b6a8-5a48a1812a91/download, Epigenetik der ACE, kindliche Entwicklung neuronaler Netzwerke und der Biochemie von neuroendokrinen Systemen
